Macrorhabdus ornithogaster – früher fälschlicherweise als „Megabakterium“ bezeichnet – ist kein Bakterium, sondern ein Hefepilz, der den Magen-Darm-Trakt befällt. Besonders häufig betroffen sind Wellensittiche, aber auch andere Kleinsittiche können erkranken.
Ansteckung
- Übertragung über Kot und kontaminiertes Futter oder Wasser.
- Häufig bereits bei Jungtieren durch die Eltern übertragen.
- Stress kann zum Ausbruch einer latenten Infektion führen.
- Der Erreger ist weit verbreitet – viele Vögel sind Träger ohne zu erkranken.
Typische Symptome
- Gewichtsverlust trotz normaler oder erhöhter Futteraufnahme.
- Unverdaute Körner im Kot – ein typisches und häufiges Warnsignal.
- Erbrechen oder Würgen.
- Aufgeplustertes Gefieder, Apathie.
- Geschwollener Bauch bei starkem Befall.
- Der Verlauf kann chronisch über Monate gehen, bevor eindeutige Symptome auftreten.
Diagnose
- Nachweis durch Kotuntersuchung oder Magenspülung beim vogelkundigen Tierarzt.
- Da die Symptome unspezifisch sind, wird Megabakteriose oft erst spät erkannt – bei Verdacht frühzeitig zum Tierarzt.
Behandlung und Prognose
- Behandlung mit Amphotericin B nach tierärztlicher Anweisung.
- Eine vollständige Heilung ist nicht immer möglich – chronische Verläufe sind häufig.
- Frühzeitige Diagnose verbessert die Prognose deutlich.
- Alle Vögel im Bestand sollten untersucht werden.
- Stressreduktion unterstützt die Behandlung.
Vorsorge
- Eingangsuntersuchung mit Kotuntersuchung bei Neuzugängen und Quarantäne.
- Stressreduktion, da Stress den Ausbruch begünstigt.
- Keine Zucht mit infizierten Tieren!