Eine Eingangsuntersuchung bei Sittichen ist ein gründlicher Gesundheitscheck beim vogelkundigen Tierarzt, den man idealerweise kurz nach dem Einzug eines neuen Vogels durchführen lässt.
Dieser wird oft kombinert mit einer Quarantänezeit bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse.
- Ein neuer Vogel kann unbemerkt Krankheiten und Parasiten mitbringen, die andere Vögel anstecken können.
- Der Stress durch den Transport und den Umzug schwächt das Immunsystem, sodass verborgene Erkrankungen leichter „ausbrechen“ können.
- Früh erkannte Probleme lassen sich meist leichter und schonender behandeln.
Was umfasst die Eingangsuntersuchung?
- Allgemein: Kontrolle des Gewichts, Abtasten von Brustmuskel und Bauch, Abhören von Herz und Atmung, Kontrolle von Atmung und Verhalten.
- Gefieder und Haut: wie ist der Zustand der Federn, ist der Vogel frei von Federlinge, Milben (z. B. Räude- oder Grabmilben), gibt es Hautverfärbungen und/oder Schwellungen.
- Kopf: Check von Schnabelform und -länge, Nase und Wachshaut, Augen und Ohren.
- Kloake: Prüfung auf Sauberkeit und ggf. vorhandene Reizungen.
- Beine und Füße: Check von Fußballen, Krallenlänge und -stellung, evtl. Ringkontrolle.
- Flügel: Durchsicht Schwungfedern
Generelle Laboruntersuchungen
- Sammelkot über 3 Tage: Untersuchung auf innere Parasiten wie Würmer, Kokzidien.
- Frischer Kot und Kloakenabstrich: Bakterien, Pilze, Megabakterien (Macrorhabdus), Spulwurmeier.
- Kropfabstrich: Bakterien, Pilze, Trichomonaden.
Optionale Laboruntersuchungen
Diese werden normalerweise nur nach Anforderung durch den Halter durchgeführt.
- Tests zur Geschlechtsbestimmung.
- Tests auf Viruserkrankungen wie Cirkoviren (PBFD) und Polyomavirus (APV).
- Tests auf Chlamydien (Papageienkrankheit).