Cirkoviren (PBFD)

Die hochansteckenden Cirkoviren verursachen bei Sittichen und Papageien die PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease) bzw. die Schnabel‑ und Federkrankheit). Sie kommen weltweit vor.

Erreger und Ansteckung

  • Die Übertragung erfolgt vor allem über Federstaub, Kot und bei der Fütterung von Jungtieren durch die Eltern.

Typische Symptome

  • Abnormer Federverlust, fehlende, deformierte sowie brüchige Federn. Diese Symptome verschlimmern sich von Mauser zu Mauser
  • Missbildungen an Schnabel und Krallen, übermäßiges Wachstum, Verfärben, Brüchigkeit.
  • Ein geschwächtes Immunsystem mit häufigen Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze.

Diagnose und Therapie

  • Es gibt keine Therapie gegen das Virus. Behandelt werden v. a. Sekundärinfektionen und es efolgt eine verbesserte Nährstoffversorgung.
  • Ebenso ist eine konsequente Hygiene notwendig, da die Viren in der Umgebung lange überlebensfähig sind und so die Wiederansteckung und Verbreitung eingedämmt wird. sreduktion).

Vorsorge

  • Eingangsuntersuchung – ggf. mit Tests – bei Neuzugängen und Quarantäne.
  • Keine Zucht mit infizierten Sittichen und Papageien!

Polyomavirus (APV)

Polyomaviren sind hochansteckende Viren, an denen bei Sittichen und Papageien vor allem Jungtiere schwer erkranken können und die im Zusammenhang mit der „Französischen Mauser“ (Rennerkrankheit) oder dem „Budgeriger Fledgling Disease Virus (BFDV)“ bekannt sind.

Besonders betroffen sind Wellensittiche und Agaporniden. Es können sich aber auch Aras und Edelpapageien anstecken, allerdings verläuft bei Ihnen die Erkrankung meist milder.

Ansteckung und Verlauf

  • Die Übertragung erfolgt über direkten Kontakt, Kot, Feder- und Hautpartikel.

Der Verlauf kann chronisch oder akut sein:

  • Chronisch: Betroffene Jungvögel überleben, entwickeln aber massive Federanomalien mit Ausfall vor allem von Schwanz- und Schwungfedern, teils nahezu nacktes Gefieder.
  • Akut: Betrifft vor allem Nestlinge, Symptome wie Schwäche, Fressunlust, geschwollener Bauch, Gelbfärbung der Haut, Blutungen, plötzliche Todesfälle, Sterblichkeit bei Wellensittichen bis zu 100% möglich.

Typische Symptome

  • Bei Küken: hohe Verluste im Nest, abgestorbene Embryonen, Kükensterben, vergrößerter Bauch, Blutungen, Gelbsucht‑ähnliche Hautverfärbung.
  • Bei überlebenden Jungvögeln: fehlende oder deformierte Schwung- und Schwanzfedern, kein normaler Flug, teils Ausfall des Körpergefieders.
  • Weiterhin kann es zu Organveränderungen an Herz, Leber, Nieren usw. kommen. .

Diagnose

  • Verdacht durch Kombination aus hoher Nestlingssterblichkeit und typischen Federveränderungen.
  • Ein sicherer Nachweis ist nur durch einen entsprechenden Test auf Polyomaviren möglich.

Behandlung und Prognose

  • Es gibt keine Therapie gegen das Virus. Behandelt werden v. a. Sekundärinfektionen und allgemeine Stabilisierung (Haltung, Fütterung, Stressreduktion).
  • Überlebende Vögel können lebenslang symptomlose Virusträger bleiben und andere Tiere anstecken.

Vorsorge

  • Eingangsuntersuchung – ggf. mit Tests – bei Neuzugängen und Quarantäne.
  • Keine Zucht mit infizierten Sittichen und Papageien!

3. Treffen des Sittich-Treff Hannover

Der Termin für das 3. Treffen des Sittich-Treff Hannover verschoben werden.

Ursprünglich sollte das Treffen am Samstag, 28.02, statt finden.

Neuer Termin ist nun Samstag, 28.03., um 15.00 Uhr.

Den genauen Ort – wie bei den bisherigen Treffen wieder gut mit Öffis und dem Auto zu erreichen – teile ich den Teilnehmenden rechtzeitig vor dem Termin direkt mit.

Bei Interesse an der Teilnahme bitte einfach eine kurze Nachricht über das Kontaktformular senden.

Eingangsuntersuchung

Eine Eingangsuntersuchung bei Sittichen ist ein gründlicher Gesundheitscheck beim vogelkundigen Tierarzt, den man idealerweise kurz nach dem Einzug eines neuen Vogels durchführen lässt.

Dieser wird oft kombinert mit einer Quarantänezeit bis zum Vorliegen der Untersuchungsergebnisse.

  • Ein neuer Vogel kann unbemerkt Krankheiten und Parasiten mitbringen, die andere Vögel anstecken können.
  • Der Stress durch den Transport und den Umzug schwächt das Immunsystem, sodass verborgene Erkrankungen leichter „ausbrechen“ können.
  • Früh erkannte Probleme lassen sich meist leichter und schonender behandeln.

Was umfasst die Eingangsuntersuchung?

  • Allgemein: Kontrolle des Gewichts, Abtasten von Brustmuskel und Bauch, Abhören von Herz und Atmung, Kontrolle von Atmung und Verhalten.
  • Gefieder und Haut: wie ist der Zustand der Federn, ist der Vogel frei von Federlinge, Milben (z. B. Räude- oder Grabmilben), gibt es Hautverfärbungen und/oder Schwellungen.
  • Kopf: Check von Schnabelform und -länge, Nase und Wachshaut, Augen und Ohren.
  • Kloake: Prüfung auf Sauberkeit und ggf. vorhandene Reizungen.
  • Beine und Füße: Check von Fußballen, Krallenlänge und -stellung, evtl. Ringkontrolle.
  • Flügel: Durchsicht Schwungfedern

Generelle Laboruntersuchungen

  • Sammelkot über 3 Tage: Untersuchung auf innere Parasiten wie Würmer, Kokzidien.
  • Frischer Kot und Kloakenabstrich: Bakterien, Pilze, Megabakterien (Macrorhabdus), Spulwurmeier.
  • Kropfabstrich: Bakterien, Pilze, Trichomonaden.

Optionale Laboruntersuchungen

Diese werden normalerweise nur nach Anforderung durch den Halter durchgeführt.

  • Tests zur Geschlechtsbestimmung.
  • Tests auf Viruserkrankungen wie Cirkoviren (PBFD) und Polyomavirus (APV).
  • Tests auf Chlamydien (Papageienkrankheit).

Notfall-Apotheke

Bitte unbedingt die Hinweise bzgl. Tierärztlicher Anweisung beachten!

Wichtige Telefonnummern und Basis-Ausrüstung

  • Telefonnummer eines vogelkundigen Tierarztes (inkl. Notdienst), am besten ausgedruckt an einer exponierten Stelle.
  • Transportbox
  • kleiner „Krankenkäfig“ für ruhige, warme Unterbringung.
  • Handtuch oder kleines Tuch zum Einfangen und Fixieren.
  • Leichte Stoffhandschuhe (bei ängstlichen Tieren) oder Tuch, um Hände zu „verstecken“.
  • Kleine Taschenlampe, Pinzette, Schere, Kescher.

Für Verletzungen, Wunden und Blutungen

  • Blutstiller, z. B. blutstillende Watte, Alginat-Watte, Kernseife oder spezielle Blutstopp-Produkte (niemals direkt in Augen oder Schnabel geben).
  • Wunddesinfektion ohne Alkohol (jodhaltige Lösungen wie z. B. Betaisodona, spezielle Wundsprays für Tiere).
  • Bepanthen-Lösung oder -Salbe für kleine Hautwunden, nicht großflächig aufs Gefieder aufragen.
  • Gazetupfer, Mullkompressen, Wattestäbchen, Verbandswatte zur Reinigung und zum vorsichtigen Abdecken.
  • Kleine Schere und Pinzette, evtl. selbsthaftende elastische Binden (nur nach entsprechender Einweisung durch einen Tierarzt einsetzen).

Kreislauf, Flüssigkeit und Fütterung

  • Traubenzucker (z. B. Dextrose) zum Anrühren in Wasser zur schnellen Energiezufuhr bei geschwächten Vögeln.
  • Multivitaminpräparat für Vögel (nur zur vorübergehenden Unterstützung).
  • Elektrolytpulver (z. B. Elotrans) zum kurzfristigen Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten bei Durchfall oder nach starker Schwäche (nur nach Rücksprache mit Tierarzt geben).
  • Eiweißnährlösung bzw. Aminosäurenlösung (nach Empfehlung vom Tierarzt) für sehr geschwächte Tiere.
  • Fütterungsspritzen (ohne Nadel); Anwendung nur nach entsprechender Einweisung vom Tierarzt.

Magen-Darm, Vergiftung und ergänzende Mittel

  • Kamillentee, Fenchel-/Anistee, schwarzer Tee (apothekenqualität) als Trinkwasserzusatz nach tierärztlicher Anweisung, z. B. bei leichten Verdauungsproblemen.
  • Vogelkohle, Heilerde, Kieselerde als kurzfristige, erste Maßnahme bei Durchfall oder leichten Vergiftungen – immer nur als Überbrückung,
  • Laktobazillen/Probiotika für Vögel zum Wiederaufbau der Darmflora (z. B. nach Antibiotika-Gabe, nur nach tierärztlicher Empfehlung).​

Schmerz- und „sanfte“ Mittel

  • Homöopathische Notfallmittel (z.B. Arnica Globuli, Traumeel, Bachblüten-Rescue-Tropfen/Globuli) werden häufig als unterstützende Erste Hilfe bei Schock, Prellungen oder kleineren Verletzungen verwendet.
  • Homöopathische Einzelmittel können in einer kleinen Notfallapotheke vorhanden sein, sollten aber nur nach Beratung mit einem vogelkundigen Therapeuten gezielt eingesetzt werden.​

Wichtig:

Viele „Schmerzmittel für Menschen“ (z.B. Paracetamol, Ibuprofen, Aspirin) sind für Vögel gefährlich und dürfen nicht gegeben werden.



Allgemeine Hinweise

Bei starken Symptomen (Atemnot, starke Blutung, Lähmungen, Legenot, Verletzungen, massiver Durchfall, Erbrechen, aufgeplustert und apathisch) immer schnellstmöglich einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.

Alle Medikamente (auch „pflanzliche“) nur nach Rücksprache mit einem vogelkundigen Tierarzt dosieren, da Vögel sehr empfindlich reagieren und falsche Dosierungen lebensgefährlich sein können.

Verletzte oder kranke Vögel – sowie natürlich auch gesunde – nie unnötig fangen. Das Fangen bedeutet zusätzlichen Stress, und gerade in einer solchen Situation sollte Streß soweit möglich, vermieden werden.

Für den verletzten/kranken Vogel eine möglichst ruhige, stressarme Umgebung schaffen. Wärme anbieten, z. B. mit einem Dunkelstrahler, jedoch mit ausreichendem Abstand, sodass der Vogel ausweichen kann.

Ebenso sollte man einen Quarantäne-/Krankenkäfig für den erkrankten Vogel bereithalten, um Ansteckungen und Stress zu minimieren.

Homepage um div. Kategorien und Beiträge ergänzt

Diesen Monat existiert diese Homepage bereits 14 Monate. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, vieles von dem, was jetzt erst umgesetzt ist, schon deutlich früher erledigt zu haben.

Nachdem ich im Juli den ersten Teil – also das Überarbeiten der von meiner alten Homepage übernommen Fotos, hinzufügen neuer Bilder und dem erstellen der Steckbriefe – weitgehend abgeschlossen habe, konnte ich nun mit dem zweiten Teil der Homepage beginnen: der Bereitstellung von weiteren Informationen über die (Australischen) Kleinsittiche.

Dafür habe ich mehrere neue Kategorien mit entsprechenden Unterkategorien eingerichtet und in den meisten bereits entsprechende Beiträge erstellt.

  • Anschaffung
  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Haltung

Auch hier gilt: Weitere Beiträge folgen nach und nach. Schaut also gern wieder vorbei.

Körnermischungen für Grassittiche

Für Neophemen (z. B. Bourkesittiche, Schmucksittiche) ist die Körnermischung oft etwas spezieller angepasst als für Wellensittiche.

Sie benötigen eine Mischung aus kohlenhydratreichen Saaten kombiniert mit fettreicheren Samen, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liefern.

Der Hauptanteil besteht aus Kanariensaat und verschiedenen Hirsesorten, die für Energie und leichte Verdaulichkeit sorgen.

Ergänzt wird dies durch Hanf, Leinsamen und gelegentlich kleine Mengen an Wildsamen und Grassamen, welche die natürliche Nahrung nachbilden.

Diese Mischung deckt die Ernährungsbedürfnisse der Neophemen ab und hält sie vital und gesund.

Generell gilt

Die Körner sollten frisch und frei von Schimmel sein, und das Futter möglichst täglich frisch angeboten werden. Die Ergänzung durch frische Pflanzen, Gemüse, Obst und Wasser zur vollständigen Ernährung unverzichtbar.

Beispielhafte Zusammensetzung

  • 40-50% Kanariensaat
  • 30-40% verschiedene Hirsesorten
  • 10-15% Ölsaaten (Hanf, Leinsamen)
  • 5-10% Grassamen und Wildsamen

Falls gewünscht, kann die Zusammensetzung je nach Bedarf oder Saison leicht angepasst werden, z. B. mehr Grünfutter während der Mauser oder besonderer Vitalitätsphasen.

„Unsere Mischung“

Unsere Grundfutter ist die Großsittich Spezial Mischung von der Bird Box. Diese enthält:

  • ca. 20% Kanariensaat
  • ca. 19% verschiedene Hirsesorten
  • ca. 8% Kardisaat
  • ca. 5% Haferkerne
  • ca. 4% Hanf
  • ca. 4% Negersaat
  • ca. 3% Buchweizen
  • ca. 2% Paddyreis
  • ca. 2% Leinsamen
  • ca. 33% Garten- und Unkrautsamen (30 verschiedene Saaten)

Daneben erhalten unsere Sittiche auch immer mal wieder z. B. die Leber- und Nierenkur von Mixerama.

Ebenso kann ich auch den Hirse Mix vom Hirseparadies Grüner Pfad sowie weiteres von dort empfehlen.

Körnermischungen für Wellensittiche

Eine gesunde Körnermischung für Wellensittiche sollte eine ausgewogene Kombination aus verschiedenen kleinen Saaten enthalten, die alle wichtigen Nährstoffe liefern und gleichzeitig kalorienarm bleiben.

Der Hauptanteil besteht aus Kanariensaat und verschiedenen Hirsesorten, die für Energie und leichte Verdaulichkeit sorgen. Ergänzt wird dies durch Hanf, Leinsamen und gelegentlich kleine Mengen an Wildsamen und Grassamen, welche die natürliche Nahrung nachbilden.

Der Hauptbestandteil sind meist verschiedene Hirsesorten (z. B. Silberhirse, Senegalhirse, Japanhirse), die gut verdaulich sind und Energie liefern. Ergänzt wird die Mischung durch Kanariensaat (auch Glanzsaat genannt), die mit hohem Proteingehalt für Muskelaufbau sorgt.

Wichtig sind außerdem Grassamen, die kalorienarm sind und den Vögeln ein Sättigungsgefühl geben. Nur ein geringer Anteil von ca. 5% sollte aus fettreichen Ölsaaten wie Hanf oder Leinsamen bestehen, um Übergewicht zu vermeiden.

Zusätzlich sorgen einige Wildsamen und Kräuteranteile für mehr Abwechslung und fördern die Gesundheit.

Generell gilt

Die Körner sollten frisch und frei von Schimmel sein, und das Futter möglichst täglich frisch angeboten werden. Täglich frisches Wasser, Grünfutter und gelegentlich Obst ergänzen eine artgerechte Ernährung.

Beispielhafte Zusammensetzung

  • 50-60% verschiedene Hirsesorten
  • 20-25% Kanariensaat
  • 15-20% Grassamen
  • 3-5% Ölsaaten (Hanf, Leinsamen)
  • Kleine Mengen Wildsamen und Kräuter

Falls gewünscht, kann die Zusammensetzung je nach Bedarf oder Saison leicht angepasst werden, z. B. mehr Grünfutter während der Mauser oder besonderer Vitalitätsphasen.

„Unsere Mischung“

Unsere Grundfutter ist die Wellensittich Spezial Mischung von der Bird Box. Diese enthält:

  • ca. 54% verschiedene Hirsesorten
  • ca. 8% Kanariensaat
  • ca. 3% Haferkerne
  • ca. 40% Wildsämereien

Daneben erhalten unsere Sittiche auch immer mal wieder z. B. die Leber- und Nierenkur von Mixerama.

Ebenso kann ich auch den Hirse Mix vom Hirseparadies Grüner Pfad sowie weiteres von dort empfehlen.

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