Notfallrücklage

Warum man für Sittiche – und natürlich auch Papageien – eine Notfallrücklage anlegen sollte.

Notwendigkeit der Rücklage für Tierarztkosten

Sittiche und Papageien sind faszinierende Haustiere, aber ihre medizinische Versorgung kann teuer werden. Seit der Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 haben sich viele Behandlungskosten deutlich gesteigert.

Eine Operation bei einem Wellensittich kostet schnell über 200 €, und ein mehrtägiger Aufenthalt in einer Tierklinik kann leicht mehrere Hundert Euro verschlingen.

Wer keine Rücklagen gebildet hat, steht im Ernstfall vor einer unangenehmen finanziellen Belastung – oder muss Entscheidungen treffen, die man später bereut.

Tierversicherung?

Es gibt zwar Tierversicherungen für Vögel, aber sie sind meist teuer und lückenhaft.

Wer mehrere Vögel hält, zahlt schnell hohe monatliche Beiträge, die sich auf Dauer kaum rechtfertigen lassen.

Deshalb entscheiden sich viele Halter bewusst gegen eine Versicherung und bauen stattdessen eine eigene finanzielle Reserve auf.

Persönliche Rücklage

Eine private Rücklage ist die vernünftigste Lösung, um unerwartete Tierarztkosten abzufangen.

Einrichtung der Notfallrücklage

Meine Empfehlung – diese habe ich auch selbst so umgesetzt:

  • je Sittich rund 10 € pro Monat
  • mindestens jedoch 25 € monatlich

Nach vier Jahren ergibt das eine solide Summe und – solange man in den 4 Jahren nicht darauf zurückgreifen musste.

Danach sollte man die Regel noch min. weitere 4 Jahre beibehalten. Anschließend kann man dann die monatliche Summe – wenn notwendig bzw. gewünscht – reduzieren

Wichtig ist, dass Entnahmen aus dieser Notfallrücklage – insbesondere während der ersten Jahre – wieder ausgeglichen werden.

Ebennso relevant: das Geld sollte auf einem separaten Konto liegen, auf das man im Alltag nicht zugreifst.

Verwendung nur für echte Notfälle

Die Rücklage dient ausschließlich für Notfälle, etwa bei:

  • plötzliche, schwere Erkrankung
  • Operation
  • Klinikaufenthalt

Normale Tierarztbesuche, Kotproben oder Nachkontrollen sollten weiterhin aus deinem monatlichen Haushaltsbudget bezahlt werden. So bleibt der Notfallfonds unberührt und kann wachsen.

Keine Entnahmen

Wenn über Jahre nichts aus der Rücklage entnommen werden musste, kann man – wie schon oben geschrieben – ggf. den monatlichen Betrag reduzieren.

Wichtig ist aber, die Rücklage weiter aktiv zu halten und weiterhin regelmäßig kleinere Beträge einzuzahlen. Denn nur so bleibt der Schutz langfristig bestehen..

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