Erreger
Das intrazelluläre Bakterium iChlamydia psittaci (früher auch Chlamydophila psittaci) verursacht bei Sittichen und Papageien die sogenannte Psittakose (Papageienkrankheit).
Ansteckung
- Übertragung über Kot, Federstaub, Nasensekret und Augensekret.
- Auch über die Luft übertragbar (getrockneter Kot, Staub).
- Wichtig: Übertragung auf Menschen möglich – insbesondere für immungeschwächte Personen gefährlich (Zoonose).
Typische Symptome
- Atemwegsprobleme, Nasenausfluss, Augenentzündungen
- Durchfall, oft gelblich-grüner Kot
- Apathie und Futterverweigerung
- Gewichtsverlust
Diagnose und Prognose
- Nachweis über Kloakenabstrich, Rachenabstrich oder Kotprobe (oft sind mehrere Proben bzw. PCR-Tests nötig).
- Behandlung erfolgt mit Antibiotika (meist Doxycyclin) über einen längeren Zeitraum (in der Regel mehrere Wochen).
- Wichtig: Der gesamte Bestand muss behandelt werden.
- Bei frühzeitiger Behandlung bestehen gute Heilungschancen.
Vorsorge
- Eingangsuntersuchung – ggf. mit Tests – bei Neuzugängen und Quarantäne.
- Keine Zucht mit infizierten Tieren!
Rechtliches
- Psittakose ist in Deutschland meldepflichtig nach der Psittakose-Verordnung!
- Die Meldung erfolgt in der Regel durch den behandelnden Tierarzt