Erreger
Die hochansteckenden Circoviren verursachen bei Sittichen und Papageien PBFD (Psittacine Beak and Feather Disease) bzw. die Schnabel‑ und Federkrankheit. Sie kommen weltweit vor.
Ansteckung
- Übertragung über Kot, Federstaub sowie Nasen- und Augensekrete
- Ansteckung häufig über die Luft (z. B. durch getrockneten Kot und Staub)
- Übertragung auf Menschen möglich – auch gesunde Personen können erkranken, besonders gefährdet sind immungeschwächte Menschen
Typische Symptome
- Abnormer Federverlust, fehlende, deformierte sowie brüchige Federn. Diese Symptome verschlimmern sich von Mauser zu Mauser.
- Missbildungen an Schnabel und Krallen, übermäßiges Wachstum, Verfärbungen und Brüchigkeit.
- Ein geschwächtes Immunsystem mit häufigen Sekundärinfektionen durch Bakterien oder Pilze.
Diagnose und Prognose
- Ein sicherer Nachweis ist nur durch einen entsprechenden Test auf Circoviren möglich.
- Es gibt keine Therapie gegen das Virus. Behandelt werden v. a. Sekundärinfektionen und es erfolgt eine verbesserte Nährstoffversorgung.
- Ebenso ist eine konsequente Hygiene notwendig, da die Viren in der Umgebung lange überlebensfähig sind und so die Wiederansteckung und Verbreitung eingedämmt wird.
Vorsorge
- Neuzugänge grundsätzlich in Quarantäne halten (mindestens 2–4 Wochen)
- Eingangsuntersuchung – ggf. mit Tests – bei Neuzugängen und Quarantäne.
- Keine Zucht mit infizierten Sittichen und Papageien!