Vogelmilben

Vogelmilben (Dermanyssus gallinae) sind nachtaktive Blutsauger, die tagsüber in Ritzen, Spalten und Holzteilen der Voliere versteckt sind und nachts die Vögel befallen.

Ansteckung

  • Einschleppung durch Neuzugänge, Wildvögel oder kontaminiertes Zubehör.
  • Sie können wochenlang ohne Wirt überleben.

Typische Symptome

  • Vögel wirken unruhig, schlafen schlecht, kratzen sich häufig.
  • Blutarmut bei starkem Befall, besonders gefährlich für Jungtiere.
  • Sichtbare kleine rote oder schwarze Punkte auf hellem Untergrund.

Diagnose

  • Nächtliche Kontrolle mit Taschenlampe.
  • Weißes Tuch über Nacht über den Käfig legen – Milben hinterlassen rötliche Spuren.
  • Nachweis durch vogelkundigen Tierarzt.

Behandlung und Prognose

  • Behandlung des Vogels und der gesamten Umgebung notwendig – nur den Vogel zu behandeln reicht nicht.
  • Geeignete Antiparasitika nach tierärztlicher Anweisung.
  • Reinigung und Desinfektion aller Volierenteile, Ritzen und Spalten.

Vorsorge

  • Eingangsuntersuchung bei Neuzugängen und Quarantäne.
  • Bei Außenhaltung: Kontakt zu Wildvögeln möglichst vermeiden
    (z. B. durch geschützte Volieren).
  • Keine Zucht mit befallenen Tieren!

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