Beleuchtung

Die richtige Beleuchtung ist ein wichtiger Faktor für die Gesundheit und das Wohlbefinden von Sittichen in Wohnungshaltung.

Warum spezielle Beleuchtung wichtig ist

  • Natürlicher Lebensraum: Australische Sittiche sind täglich über viele Stunden direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt.
  • UV-Sichtigkeit: Sittiche können UV-Licht sehen und benötigen es für eine natürliche Farbwahrnehmung.
  • Vitamin-D-Produktion: UVB-Strahlung ist wichtig für die Bildung von Vitamin D3 sowie für Knochen und Immunsystem.
  • Orientierung: Als stark visuelle Tiere brauchen Sittiche ausreichend helles Licht.
  • Fensterglas: Filtert UV-Strahlung heraus – ein Platz am Fenster reicht nicht aus.

Vogellampen (Bird Lamps)

  • Vogellampen mit UV-Anteil: Speziell für Vögel entwickelt und deutlich näher am natürlichen Sonnenlicht.
  • UVA-Strahlung:
    Wichtig für Farberkennung, Verhalten und Partnerwahl.
  • UVB-Strahlung:
    Unterstützt Vitamin-D3-Bildung und Kalziumstoffwechsel.
  • Flackerfreiheit:
    Nur mit EVG betreiben – sonst wirkt das Licht für Vögel wie ein Stroboskop.

Ungeeignete Lampen

  • Tageslichtlampen für Menschen: Kein UV-Anteil.
  • Leuchtstoffröhren ohne EVG: Starkes Flackern, ungeeignet für Vögel.
  • Reptilienlampen: Zu starke, punktuelle Wärme.
  • Aquariumlampen: Zu hoher Blauanteil.
  • Pflanzenlampen: Für Photosynthese optimiert, nicht für Tiere.

Richtige Anbringung

  • Abstand: 30–50 cm über den bevorzugten Sitzplätzen.
  • Reflektor:Erhöht die Lichtausbeute deutlich.
  • Schattiger Bereich: Muss vorhanden sein, Lampe nicht flächig über dem Käfig platzieren.
  • Kabel sichern: Vor Schnäbeln schützen (z. B. Kabelkanal).

Beleuchtungsdauer

  • 10–12 Stunden täglich: Orientierung am natürlichen Tagesrhythmus.
  • Feste Zeiten: Sorgen für Stabilität und Sicherheit.
  • Dämmerungsphase: Automatikdimmer erleichtert das Aufsuchen der Schlafplätze.

Zusätzliche Raumbeleuchtung

  • Kombination sinnvoll: UV-Lampe + helle Grundbeleuchtung.
  • Tageslichtfarbe: 4.000–5.500 Kelvin.
  • Flackerfreiheit:
  • EVG bei Röhren, flackerfreie LEDs verwenden.

Nachtbeleuchtung erforderlich

  • Nachtlicht: Schwaches Licht im Raum ist Pflicht.
  • Grund: Verhindert Verletzungen bei „Night Frights“.
  • Geeignete Beleuchtung: Schwache LED- oder Steckdosenlichter (1–5 Watt, warmweiß).
  • Positionierung: Hell genug zur Orientierung, aber nicht blendend.

Bei Night Frights

  • Sofort Licht an: Vögel beruhigen sich schneller.
  • 30 Minuten eingeschaltet lassen: Erst danach wieder dimmen oder ausschalten.
  • Rest der Nacht: Schwaches Licht eingeschaltet lassen.

Wartung

  • Jährlicher Austausch: UV-Leistung nimmt ab, auch wenn die Lampe noch hell wirkt.
  • Wichtig: Nachlassende UV-Wirkung ist für den Menschen nicht sichtbar.

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