Räudemilben

Räudemilben (Knemidocoptes) graben sich in Haut und Gewebe ein und verursachen die sogenannte Räude. Besonders häufig betroffen sind Wellensittiche und Nymphensittiche.

Ansteckung

  • Übertragung durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren.
  • Häufig bereits bei Jungtieren durch die Eltern übertragen.
  • Räudemilben können kurzzeitig auch ohne Wirt überleben.

Typische Symptome

  • Krustiger, schwammiger Belag an Wachshaut, Schnabel, Beinen und Füßen.
  • Typisches „Bienenwaben“-Muster an betroffenen Stellen.
  • In fortgeschrittenen Fällen Schnabelverformungen.
  • Betroffene Vögel kratzen sich häufig.

Diagnose

  • Diagnose meist bereits durch das typische Erscheinungsbild möglich.
  • Bestätigung durch vogelkundigen Tierarzt, ggf. Hautgeschabsel.

Behandlung und Prognose

  • Behandlung mit Ivermectin nach tierärztlicher Anweisung.
  • Bei früher Behandlung gute Heilungschancen.
  • Fortgeschrittene Schnabelverformungen sind jedoch irreversibel – frühzeitiges Handeln ist daher wichtig.
  • Alle Vögel im Bestand sollten untersucht werden.

Vorsorge

  • Eingangsuntersuchung bei Neuzugängen und Quarantäne.
  • Regelmäßige Sichtkontrollen von Wachshaut, Schnabel, Beinen und Füßen.
  • Keine Zucht mit befallenen Tieren!

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