Allgemeine Hinweise

Bei starken Symptomen (Atemnot, starke Blutung, Lähmungen, Legenot, Verletzungen, massiver Durchfall, Erbrechen, aufgeplustert und apathisch) immer schnellstmöglich einen vogelkundigen Tierarzt aufsuchen.

Alle Medikamente (auch „pflanzliche“) nur nach Rücksprache mit einem vogelkundigen Tierarzt dosieren, da Vögel sehr empfindlich reagieren und falsche Dosierungen lebensgefährlich sein können.

Verletzte oder kranke Vögel – sowie natürlich auch gesunde – nie unnötig fangen. Das Fangen bedeutet zusätzlichen Stress, und gerade in einer solchen Situation sollte Stress soweit möglich, vermieden werden.

Für den verletzten/kranken Vogel eine möglichst ruhige, stressarme Umgebung schaffen. Wärme anbieten, z. B. mit einem Dunkelstrahler, jedoch mit ausreichendem Abstand, sodass der Vogel ausweichen kann.

Ebenso sollte man einen Quarantäne-/Krankenkäfig für den erkrankten Vogel bereithalten, um Ansteckungen und Stress zu minimieren.

Verantwortung für Tiere: Wissen und Tipps zu Gesundheit, Ernährung, Haltung usw.

Wer Tiere hält, übernimmt Verantwortung – nicht nur für ihr Wohlbefinden, sondern auch für ihre Gesundheit, Lebensqualität und ihren Schutz. Genau darum startet heute diese Serie.

In den kommenden Monaten werde ich mich vier zentralen Themen widmen: „Gesundheit“, „Ernährung“, „Haltung“ sowie „Tierschutz“. Diese Bereiche hängen eng zusammen. Wer hier nur oberflächlich handelt, riskiert langfristig Probleme – oft auf Kosten der Tiere.

Es geht nicht um Ideologie oder erhobene Zeigefinger, sondern um praxisnahe, fundierte Informationen. Was braucht ein Tier wirklich? Welche Fehler werden häufig gemacht? Und wie lässt sich die Haltung konkret verbessern?

Ziel ist es, Wissen verständlich aufzubereiten und zum Nachdenken anzuregen. Gute Haltung ist kein Zufall – sie basiert auf informierten Entscheidungen.

Mit dieser Serie mit „Gesundheit“ setze ich den im November 2025 begonnenen Ausbau meiner Homepage um praktische Tipps fort und gehe nun noch ausführlicher auf die wichtigsten Themenbereiche ein.

Homepage um div. Kategorien und Beiträge ergänzt

Diesen Monat existiert diese Homepage bereits 14 Monate. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, vieles von dem, was jetzt erst umgesetzt ist, schon deutlich früher erledigt zu haben.

Nachdem ich im Juli den ersten Teil – also das Überarbeiten der von meiner alten Homepage übernommenen Fotos, das Hinzufügen neuer Bilder und dem Erstellen der Steckbriefe – weitgehend abgeschlossen habe, konnte ich nun mit dem zweiten Teil der Homepage beginnen: der Bereitstellung von weiteren Informationen über die (Australischen) Kleinsittiche.

Dafür habe ich mehrere neue Kategorien mit entsprechenden Unterkategorien eingerichtet und in den meisten bereits erste Beiträge erstellt.

  • Anschaffung
  • Ernährung
  • Gesundheit
  • Haltung

Auch hier gilt: Weitere Beiträge folgen nach und nach. Schaut also gern wieder vorbei.

Körnermischungen für Grassittiche

Für Neophemen (z. B. Bourkesittiche, Schmucksittiche) ist die Körnermischung oft etwas spezieller angepasst als für Wellensittiche.

Sie benötigen eine Mischung aus kohlenhydratreichen Saaten kombiniert mit fettreicheren Samen, die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren liefern.

Der Hauptanteil besteht aus Kanariensaat und verschiedenen Hirsesorten, die für Energie und leichte Verdaulichkeit sorgen.

Ergänzt wird dies durch Hanf, Leinsamen und gelegentlich kleine Mengen an Wildsamen und Grassamen, welche die natürliche Nahrung nachbilden.

Diese Mischung deckt die Ernährungsbedürfnisse der Neophemen ab und hält sie vital und gesund.

Generell gilt

Die Körner sollten frisch und frei von Schimmel sein, und das Futter möglichst täglich frisch angeboten werden. Die Ergänzung durch frische Pflanzen, Gemüse, Obst und Wasser zur vollständigen Ernährung unverzichtbar.

Beispielhafte Zusammensetzung

  • 40-50% Kanariensaat
  • 30-40% verschiedene Hirsesorten
  • 10-15% Ölsaaten (Hanf, Leinsamen)
  • 5-10% Grassamen und Wildsamen

Falls gewünscht, kann die Zusammensetzung je nach Bedarf oder Saison leicht angepasst werden, z. B. mehr Grünfutter während der Mauser oder besonderer Vitalitätsphasen.

„Unsere Mischung“

Unsere Grundfutter ist die Großsittich Spezial Mischung von der Bird Box. Diese enthält:

  • ca. 20% Kanariensaat
  • ca. 19% verschiedene Hirsesorten
  • ca. 8% Kardisaat
  • ca. 5% Haferkerne
  • ca. 4% Hanf
  • ca. 4% Negersaat
  • ca. 3% Buchweizen
  • ca. 2% Paddyreis
  • ca. 2% Leinsamen
  • ca. 33% Garten- und Unkrautsamen (30 verschiedene Saaten)

Daneben erhalten unsere Sittiche auch immer mal wieder z. B. die Leber- und Nierenkur von Mixerama.

Ebenso kann ich auch den Hirse Mix vom Hirseparadies Grüner Pfad sowie weiteres von dort empfehlen.

Körnermischungen für Wellensittiche

Eine gesunde Körnermischung für Wellensittiche sollte eine ausgewogene Kombination aus verschiedenen kleinen Saaten enthalten, die alle wichtigen Nährstoffe liefern und gleichzeitig kalorienarm bleiben.

Der Hauptanteil besteht aus Kanariensaat und verschiedenen Hirsesorten, die für Energie und leichte Verdaulichkeit sorgen. Ergänzt wird dies durch Hanf, Leinsamen und gelegentlich kleine Mengen an Wildsamen und Grassamen, welche die natürliche Nahrung nachbilden.

Der Hauptbestandteil sind meist verschiedene Hirsesorten (z. B. Silberhirse, Senegalhirse, Japanhirse), die gut verdaulich sind und Energie liefern. Ergänzt wird die Mischung durch Kanariensaat (auch Glanzsaat genannt), die mit hohem Proteingehalt für Muskelaufbau sorgt.

Wichtig sind außerdem Grassamen, die kalorienarm sind und den Vögeln ein Sättigungsgefühl geben. Nur ein geringer Anteil von ca. 5% sollte aus fettreichen Ölsaaten wie Hanf oder Leinsamen bestehen, um Übergewicht zu vermeiden.

Zusätzlich sorgen einige Wildsamen und Kräuteranteile für mehr Abwechslung und fördern die Gesundheit.

Generell gilt

Die Körner sollten frisch und frei von Schimmel sein, und das Futter möglichst täglich frisch angeboten werden. Täglich frisches Wasser, Grünfutter und gelegentlich Obst ergänzen eine artgerechte Ernährung.

Beispielhafte Zusammensetzung

  • 50-60% verschiedene Hirsesorten
  • 20-25% Kanariensaat
  • 15-20% Grassamen
  • 3-5% Ölsaaten (Hanf, Leinsamen)
  • Kleine Mengen Wildsamen und Kräuter

Falls gewünscht, kann die Zusammensetzung je nach Bedarf oder Saison leicht angepasst werden, z. B. mehr Grünfutter während der Mauser oder besonderer Vitalitätsphasen.

„Unsere Mischung“

Unsere Grundfutter ist die Wellensittich Spezial Mischung von der Bird Box. Diese enthält:

  • ca. 54% verschiedene Hirsesorten
  • ca. 8% Kanariensaat
  • ca. 3% Haferkerne
  • ca. 40% Wildsämereien

Daneben erhalten unsere Sittiche auch immer mal wieder z. B. die Leber- und Nierenkur von Mixerama.

Ebenso kann ich auch den Hirse Mix vom Hirseparadies Grüner Pfad sowie weiteres von dort empfehlen.

Tipps zur Auswahl eines guten Tierarztes

Auf folgende Punkte sollte man bei der Auswahl eines Tierarztes unbedingt achten:

Vogelkundiger Tierarzt

Einen Hund oder eine Katze kann jeder Heimtierarzt behandeln. Aber bei Vögeln sieht es leider anders aus, ein Tierarzt der Sittiche und Papageien behandelt muss vogelkundig sein!

Dennoch hat nicht jeder vogelkundige Tierarzt die Zusatzbezeichnung „Fachtierarzt Zier-, Zoo- und Wildvögel“ oder ggf. „Fachtierarztbezeichnung Zier-, Zoo- und Wildvögel“. Ein vogelkundiger Tierarzt zeichnet sich u. a. aus durch:

Fachwissen und Erfahrung

  • kennt sich mit verschiedenen Vogelarten aus, nicht nur mit Wellen- und Nymphensittichen
  • kennt typische Vogelkrankheiten
  • hat entsprechende Fortbildungen besucht

Vor der Behandlung

  • erfragt Symptome etc.
  • erkennt Stress-Signale und -verhalten
  • erkundigt sich nach Haltung und Fütterung, gibt ggf. Empfehlungen

Diagnostik

  • führt Blutentnahmen, Kropf- und Kloakenabstriche artgerecht durch
  • kann Symptome richtig einordnen (z. B. Atemprobleme, Feder- oder Verhaltensauffälligkeiten)
  • vermeidet die direkte Gabe von Antibiotikum ohne genauere Untersuchung

Behandlung

  • hat entsprechende Medikamente für Vögel vor Ort
  • weiß über die Verträglichkeit der Medikamente Bescheid
  • kann kleinere Operationen selbst durchführen

Komunikation und Personal

  • erklärt Diagnosen und Behandlung
  • gibt ggf. klare Anweisungen für die Medikamentengabe zu Hause
  • hat Tipps für die Weiterbehandlung und ggf. gesonderte Behandlung/Fütterung etc.
  • die Mitarbeitenden sind an den Umgang mit gefiederten Patienten gewöhnt

Züchter-Auswahl

Es gibt neben den seriösen Züchtern leider auch schwarze Schafe, so genannte Vermehrer. Daher sollte man auf folgende Punkte bei der Auswahl eines seriösen Züchters unbedingt achten:

Allgemein

  • Züchter wirkt offen und beantwortet Fragen bereitwillig
  • Züchter zeigt bereitwillig alle Volieren und Zuchträume – nicht nur die Abgabetiere

Haltung und Ausstattung

  • sauberer, gut belüfteter Zuchtraum
  • saubere Zuchtboxen
  • ausreichend Tageslicht und frische Luft
  • angemessene Temperatur
  • artgerechte Einrichtung, Nistkästen, Äste, Einstreu
  • außerhalb der Zuchträume Naturäste und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • keine übermäßig großen Tierbestände

Umgang mit den Tieren

  • keine Unruhe, wenn der Züchter den Zuchtraum betritt
  • Züchter kennen ihre Tiere, Alter, Herkunft und Verhalten
  • ruhiger, routinierter Umgang, kein hektisches Einfangen

Gesundheitszustand

  • klare Augen
  • gleichmäßiges, vollständiges Gefieder
  • saubere Kloaken
  • keine auffällig untergewichtigen Tiere
  • keine Atemgeräusche
  • keine sichtbaren Verletzungen
  • keine sonstigen Auffälligkeiten

Futter und Hygiene

  • hochwertiges Futter, frisches Obst und/oder Gemüse/Grünfutter
  • saubere, regelmäßig gereinigte Näpfe und Sitzstangen

Zuchtpraxis

  • keine ganzjährige Brutaktivität, je nach Art max. 2 oder 3 Bruten
  • überschaubare Anzahl von Brutpaaren/Brutboxen
  • keine Qualzuchten
  • Abgabe nur von entsprechend alten, futterfesten Jungvögeln

Dokumentation

  • geschlossene Ringe oder andere eindeutige Kennzeichnung
  • klare Angaben zu Alter, Geschlecht
  • ggf. notwendige Herkunftsnachweise

Zusätzlich zwingend bei eigener Zuchtplanung

  • Angaben zu vorhandener Verwandtschaft der Vögel untereinander (Inzucht ausschließen)
  • Angaben zu den Elterntieren
  • Angaben zu Spalterbigkeit

Wohnungshaltung

Viele Halter unterschätzen den Platzbedarf von Kleinsittichen wie Wellensittichen, Grassittichen oder Bourkesittichen.

Diese aktiven, flugfreudigen Vögel sind keinesfalls für kleine Käfige geeignet. Wer sie in der Wohnung hält, muss ihnen ausreichend Raum und tägliche Bewegung bieten – sonst drohen Verhaltensstörungen und Gesundheitsprobleme.

Artgerechte Wohnungshaltung in Zimmervolieren

Kleinsittiche gehören in Zimmervolieren, nicht in Käfige. Nur dort haben sie genug Platz zum Fliegen, Klettern und zur sozialen Interaktion. Für eine paarweise Haltung gelten folgende Mindestanforderungen:

  • – Länge: 1,0 Meter
  • – Höhe: 0,5 Meter
  • – Breite: 0,5 Meter

Diese Maße dürfen nicht unterschritten werden!

Für jedes weitere Sittichpaar muss die Grundfläche um 50 % vergrößert werden. Nur so bleibt genug Raum für Rückzugsorte, Bewegung und friedliches Zusammenleben.

Täglicher Freiflug ist Pflicht

Selbst die vorgenannten Abmessungen oder sogar eine großzügigere Voliere ersetzen keinen Freiflug.

Auch Kleinsittiche brauchen täglich mehrere Stunden Freiflug in einem sicheren Raum. Dabei trainieren sie ihre Flugmuskulatur, stärken den Kreislauf und bauen Stress ab. Wer seine Vögel liebt, lässt sie regelmäßig fliegen – jeden Tag!

Warum Platz so entscheidend ist

Arten wie Wellensittiche, Bourkesittiche und Grassittiche sind von Natur aus Vielflieger, die in der freien Wildbahn täglich große Distanzen zurücklegen.

Kleine Käfige verhindern nicht nur Bewegung, sondern führen auch schnell zu Langeweile, Aggression, Übergewicht und Federrupfen.

Eine ausreichend große Voliere mit strukturierter Einrichtung, unterschiedlichen Naturästen mit unterschiedlicher Einstreu sowie Klettermöglichkeiten – letzteres insbesondere für Wellensittiche – ist daher essenziell.

Ebenso wenig dürfen Möglichkeiten zum Verstecken fehlen, hier bieten sich z. B. Korkröhren an, die zusätzlich die Gelegenheit zum Nagen bieten.

Weiteres zum Thema Naturäste etc. findet sich in der Kategorie Bastelmaterial aus der Natur.

Notfall-Rücklage

Wer Sittiche oder Papageien hält, trägt Verantwortung – auch finanziell. Seit der Erhöhung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) im Jahr 2022 sind die Behandlungskosten deutlich gestiegen. Eine Operation bei einem Wellensittich kostet schnell über 200 €, ein mehrtägiger Klinikaufenthalt kann mehrere Hundert Euro erreichen. Ohne finanzielle Rücklagen wird man im Ernstfall vor schwierige Entscheidungen gestellt.

Eine private Notfall-Rücklage ist daher unverzichtbar, um im Krankheitsfall schnell und angemessen handeln zu können – ohne finanzielle Sorgen

Warum eine Notfall-Rücklage notwendig ist

Tierarztkosten sind unvorhersehbar. Eine plötzliche Erkrankung, ein Unfall oder eine notwendige Operation können jederzeit auftreten. Wer keine finanziellen Reserven hat, steht vor der Wahl:

  • Hohe Kosten sofort aus dem laufenden Budget bezahlen
  • Auf notwendige Behandlungen verzichten – mit möglicherweise schwerwiegenden Folgen
  • Schulden aufnehmen oder finanzielle Engpässe in Kauf nehmen

Mit einer gut geplanten Rücklage lässt sich diese Belastung vermeiden. Das gibt Sicherheit – für Halter und Tier.

Tierversicherung – sinnvoll oder nicht?

Es gibt Tierversicherungen für Vögel, doch sie sind oft teuer und lückenhaft. Wer mehrere Sittiche hält, zahlt schnell hohe monatliche Beiträge, die sich langfristig kaum lohnen. Viele Halter entscheiden sich daher bewusst gegen eine Versicherung und setzen stattdessen auf eine eigene Rücklage.

Vorteil der privaten Rücklage: Keine monatlichen Fixkosten, keine Versicherungs-bedingungen, volle Kontrolle über die Verwendung.

So richtest Du eine Notfall-Rücklage ein

Eine private Rücklage ist die vernünftigste Lösung, um unerwartete Tierarztkosten abzufangen.

Empfohlene monatliche Sparrate

Meine bewährte Faustregel für die Notfall-Rücklage – diese habe ich selbst so umgesetzt:

  • 10 € pro Sittich und Monat
  • Mindestens jedoch 25 € monatlich (auch bei weniger als drei Tieren)

Nach vier Jahren entsteht so ein solides finanzielles Polster – vorausgesetzt, es musste nicht darauf zugegriffen werden. Danach sollte die Sparrate mindestens weitere vier Jahre beibehalten werden. Anschließend kann sie bei Bedarf reduziert werden.

Wichtig: Entnahmen aus der Rücklage – besonders in den ersten Jahren – müssen wieder ausgeglichen werden, um den Schutz langfristig zu sichern.

Separates Konto nutzen

Das Geld sollte auf einem eigenen Konto liegen, auf das im Alltag nicht zugegriffen wird. So bleibt die Rücklage geschützt und wächst kontinuierlich an. Ein Tagesgeldkonto oder Sparkonto eignet sich dafür gut.

Verwendung nur für echte Notfälle

Die Rücklage ist ausschließlich für Notfälle gedacht, etwa bei:

  • Plötzlicher, schwerer Erkrankung
  • Notwendiger Operation
  • Klinikaufenthalt mit intensiver Betreuung

Normale Tierarztbesuche, Kotproben oder Routineuntersuchungen sollten weiterhin aus dem monatlichen Haushaltsbudget bezahlt werden. So bleibt die Notfall-Rücklage unberührt und kann wachsen.

Langfristig aktiv halten

Auch wenn über Jahre hinweg kein Notfall eintritt, sollte die Rücklage aktiv bleiben. Regelmäßige Einzahlungen – selbst in reduzierter Höhe – halten den Schutz aufrecht und sorgen dafür, dass im Ernstfall ausreichend Mittel vorhanden sind.

Fazit: Vorsorge schafft Sicherheit

Eine Notfall-Rücklage für Sittiche ist keine Luxus-Entscheidung, sondern ein wichtiger Teil verantwortungsvoller Tierhaltung. Mit einer monatlichen Sparrate von 10 € pro Vogel – mindestens jedoch 25 € – lässt sich über die Zeit ein solides finanzielles Polster aufbauen.

Das gibt Dir die Gewissheit, im Notfall schnell und ohne finanzielle Sorgen handeln zu können. Deine Tiere profitieren von bestmöglicher medizinischer Versorgung – und Du hast die Sicherheit, finanziell vorbereitet zu sein.

Gefahren bei der Wohnungshaltung

Die Wohnungshaltung von Sittichen und Papageien bietet einige Gefahrenquellen. Anbei sind die wichtigsten aufgezählt – ohne Gewähr für Vollständigkeit!

Allgemeine Gefahrenquellen

  • Zimmerpflanzen: Vergiftungsgefahr, auch durch für Menschen ungiftige Pflanzen (bitte selbst überprüfen, z. B. bei der Uni Zürich).
  • Lufterfrischer, Raumsprays: Vergiftung durch toxische Dämpfe.
  • Andere Haustiere (Katzen, Hunde): Angriffsgefahr, Lebensgefahr durch Bakterienübertragung über Zähne.
  • Fenster und Spiegel: Aufprallgefahr, denn sie werden nicht als Hindernis erkannt.
  • Offene Fenster und (Wohnungs-)Türen: Gefahr des Wegfliegens.
  • Ventilatoren: Verletzungsgefahr durch rotierende Flügel.
  • Klebefallen (z. B. für Insekten): Festkleben mit Todesfolge.
  • Zigarettenrauch/E-Zigaretten: Vergiftungsgefahr durch Nikotin und Dämpfe.
  • Kerzen: Verbrennungs- und Brandgefahr.
  • Gardinen: Vergiftung durch Bleibeschwerung, Strangulationsgefahr durch Hängenbleiben.
  • Kabel: Stromschlag- bzw. Brandgefahr durch Anknabbern.
  • Plastikbeutel und Verpackungen: Erstickungsgefahr.

Küche

Teflon (PTFE)-Beschichtungen: z. B. alle PTFE-beschichteten Kochutensilien: Pfannen, Raclette-Platten, Backformen, Waffeleisen etc. Die bei Überhitzung entstehenden Dämpfe sind in geringsten Mengen tödlich!
Giftige Lebensmittel: auch durch für Menschen geeignete, siehe unter „Verbotene Lebensmittel).
Heiße Oberflächen: Verbrennungsgefahr.
Heißes Wasser/Dampf (Wasserkocher, Töpfe): Verbrühungsgefahr.
Reinigungsmittel: Vergiftung beim Verschlucken, Dämpfe können Atemwege schädigen.

Bad

  • Kosmetika, Haarspray, Parfum: Vergiftungsgefahr beim Einatmen oder Verschlucken
  • Offenes Wasser: Ertrinkungsgefahr.
  • Reinigungsmittel: Vergiftungsgefahr beim Verschlucken, Dämpfe können Atemwege schädigen.
  • Bleichmittel und Schimmelentferner: Vergiftung, auch durch kleinste Mengen.
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